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18. DGSM - Kongress 2010

02.01.2010

18. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin



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Thema: Schlafmedizin - Interdisziplinär

Datum: 07. - 09.10.2010
Ort: Congress Centrum Bremen (CCB)

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Deutscher Suchtkongress 2010

01.02.2010


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Hauptthemen
  • Gesellschaft und Individuum
  • Vernetzungsstrukturen
  • Lebensstile
  • Nicht-stoffgebundene Abhängigkeiten
  • Medikamentenabhängigkeit
  • Gesundheitsökonomie
  • Lifestyle-Faktoren

 

3. Deutscher Suchtkongress
22. – 25. September 2010
Tübingen
www.suchtkongress2010.de
Deadline für Symposien: 28.02.2010
Abstract-Deadline: 31.05.2010

 

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Rheinpfalz-Sprechstunde

29.05.2009


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Kein zu langer Mittagsschlaf

RHEinpfalz-Sprechstunde: Neurologe Streb spricht über Schlafmedizin


„Krankhafte Atempausen in der Nacht müssen behandelt werden." Das erklärte der Neurologe Hans Jürgen Streb gestern am Redaktionstelefon einem Anrufer als Gast der RHEINPFALZ-Sprechstunde in Zusammenarbeit mit dem Ärzteverbund Medi.


Als mögliche Folgen nannte der Pirmasenser Arzt Bluthochdruck, ein erhöhter Blutzuckerspiegel und einen gestörten Fettstoffwechsel. Um den Ursachen auf den Grund zu gehen, empfiehlt er eine Untersuchung in seinem Schlaflabor, in dem die Patienten ein oder zwei Nächte unter medizinischer Kontrolle übernachten.

Mögliche Lösung bei einem positiven Befund ist ein Atemtherapiegerät, bei dem der Patient in der Nacht eine Maske aufzieht und regelmäßig mit Luft versorgt wird, um die Atmung zu verbessern. „Das geschieht ohne großen Aufwand und ohne nennenswerte Nebenwirkungen", so Streb.

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Der Mediziner unterscheidet aus dem Schlaflabor in seiner Praxis, in der er über vier Betten verfügt, drei Gruppen: „Patienten, die der Schlafpartner schickt, weil sie laut schnarchen oder Atemprobleme haben;

Patienten, die über Tag Probleme haben, wach zu bleiben und Patienten, die in der Nacht stundenlang im Bett liegen und einfach nicht einschlafen können."

Letztgenannte Gruppe sei am weitesten verbreitet. „Das sind oft Leute, die den Stress des Alltags, von Beruf oder Familie, mit in den Schlaf nehmen", spricht Streb die psychologische Komponente an, die mit der Psychotherapie auch behandelt werden könnte.

Vor einem regelmäßigen Einnehmen von Schlafmitteln warnt der Arzt. Die Gefahr von Abhängigkeiten sei nicht zu unterschätzen, zumal die Gefahr bestehe, dass die eigentliche Ursache für die Schlafstörung unterdrückt werde. Bei Patienten mit Atemproblemen in der Nacht verschlechtere sich der Zustand durch eine Ruhigstellung mittels Medikamenten.

Streb empfiehlt als Regel für einen guten Schlaf einen festen Tagesablauf und ein Schlafritual: „Die Zähneputzen, langsam den Tag ausklingen lassen, auf keinen Fall sich im Bett mit dem Computer oder Fernseher beschäftigen."

Bis zu vier Stunden vor dem Schlafengehen sollten starke körperliche und geistige Anstrengungen vermieden werden. Und die Mär vom Buch unter dem Kopfkissen, die vor Prüfungen bedient werde, sei von der Wissenschaft längst widerlegt.


Auch ein Mittagsschlaf könne Sinn machen, aber nicht viel länger als eine halbe Stunde. „Da kann man

seinen Tiefpunkt überbrücken, wenn man sich aber zu lange hinlegt, kann es in der Nacht zu Problemen führen", so der Neurologe, der von einer großen Spannbreite spricht, wenn es um die Schlafdauer geht:

„Das sind zwischen vier und 15 Stunden, die Menschen schlafen, wobei der Mittelwert bei etwa siebeneinhalb Stunden in Europa liegt."

Ein Anrufer berichtete von seinen Schlafproblemen, ausgelöst durch die Wechselschicht an seinem Arbeitsplatz. „Das Grundproblem ist sozialer Natur. Schichtarbeit ist ungesund. Das ist unstrittig und auch eine Abwägungsfrage, ob etwas mehr Geld diese Nachteile wettmachen kann", so Streb. (wkr)

 



Den Schlaf mit der Kamera filmen

25.05.2009


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Den Schlaf mit der Kamera filmen


RHEINPFALZ-Sprechstunde: Mit Hans Jürgen Streb

 

Schlafstörungen sind das Thema der RHEINPFALZ-Sprechstunde in Zusammenarbeit mit dem Ärzte-

Verbund Medi am Mittwoch, 27. Mai. Von 16.30 Uhr bis 18 Uhr beantwortet der Neurologe Hans Jürgen Streb Fragen der Leser zu seinem Spezialgebiet, der Schlafmedizin.

Für Schlafstörungen gebe es mittlerweile über 80 verschiedene Krankheitsgruppen. Die wichtigsten

Symptome, die zu einer genaueren schlafmedizinischen Untersuchung führen sollten, seien nicht-

erholsamer Schlaf mit Müdigkeit und Tagesschläfrigkeit, unwillkürliches Einschlafen am Tag, Schnarchen, Schlafwandeln, Atempausen oder Bewegungsstörungen im Schlaf.

Mittlerweile habe die Wissenschaft nachgewiesen, dass nicht behandelte Schlafstörungen zu bleibenden

und folgenschweren Gesundheitsschäden führen könnten. „Schlafstörungen und Schlafmangel führen häufig zu Übergewicht, Bluthochdruck und einer Neigung zu erhöhtem Blutzucker und

Fettstoffwechselstörungen. Dadurch werden Schäden des Herz-Kreislauf-Systems verursacht, die zu

Schlaganfällen oder Herzinfarkten führen können", erklärt Streb.

Vor der Untersuchung im Schlaflabor müsse eine so genannte polygrafische Untersuchung bei dem Patienten zu Hause erfolgen. „Dabei bekommt der Betroffene ein kleines Gerät angelegt, das ähnlich wie ein Langzeit-EKG die Atmung und die Sauerstoffsättigung im Blut misst", erklärt der Mediziner. Erst dann könnten bei dem Patienten die Schlafparameter im Schlaflabor getestet werden. Dazu gehörten die

Messung von EEG (Elektroenzephalographie), EKG (Elektrokardiogramm), Sauerstoffsättigung, Atemfluss,

Schnarchgeräuschen, Atem- und Beinbewegungen im Schlaf sowie die Beobachtung und Aufzeichnung des

Schlafverhaltens mittels einer Infrarot-Videokamera. „Der überwiegende Teil der Schlafgestörten leidet an

Atemstörungen im Schlaf, die am effektivsten mittels spezieller Atemgeräte behoben werden können", so Streb. Anderen Patienten könne mit psychotherapeutischen Maßnahmen oder auch mit Medikamenten

geholfen werden. (wkr)